Für ein genaues Verständnis der Funktionsweise eines technischen Gerätes empfiehlt es sich, den Aufbau des Gerätes zu kennen. Ich
möchte daher zuerst auf die Technik eingehen, wie mithilfe des CCD-Chips Licht in elektrische Signale umgesetzt wird und wie diese
wiederum zu einem digitalen Bild zusammengesetzt werden.
Die Abkürzung CCD kommt aus dem Englischen und heisst charge-coupled device (etwa: ,,Ladungsgebundenes
Gerät``). Der CCD-Chip ist also gewissermaßen die ,,Schnittstelle`` zwischen optischem und elektrischem Bildsignal.
Nach der Belichtung werden die induzierten Spannungen der einzelnen Pixel durch einen komplizierten Auslesemechanismus [8, S.32ff] an einen Signalprozessor weitergegeben, der diese in Helligkeitswerte umrechnet. Grob gesprochen werden die Ladungen, die sich aufgrund des Fotoeffekts in den einzelnen Bildelementen aufgebaut haben, pixelweise an den Rand verschoben und dort nach einer Signalverstärkung vom Analog-Digital-Konverter (ADC) in elektrische Signale umgewandelt, die vom Computer verarbeitet werden können. Sobald eine Zeile so umgewandelt ist, werden die Ladungen wieder um ein Bildelement weiter geschoben, so dass eine weitere Zeile ausgelesen werden kann. Die Genauigkeit der Umrechnung im ADC wird in Bit (siehe 2.2.2) angegeben.
Da der CCD-Chip im Infrarotbereich sehr empfindlich ist, muss der CCD-Kopf stets gut gekühlt werden, damit wenig Dunkelrauschen auftritt (siehe dazu 3.4). Die Kühlung wird mithilfe thermoelektrischer Kühlelemente (sog. Peltier-Elemente) erreicht. Dabei wird der Dunkelstrom in etwa pro 7° Temperaturrückgang halbiert.